News

Neujahrsempfang des VBGU e.V. am 12. Januar 2012
Die Vertretung des Landes Brandenburg beim Bund in den Ministergärten ist für die Auftaktveranstaltung des Verbandes Bergbau, Geologie und Umwelt e.V. (VBGU), dem Neujahrsempfang, in diesem Jahr ausgewählt worden.

Viele Unternehmen des Verbandes nutzten die Gelegenheit, diplomatische Vertreter aus Kanada, Tschechien und Polen sowie ehemalige Botschafter, Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes, des Bundeswirtschaftsministeriums, der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Universitäten, Verbänden und von Bergbehörden, um nur einige zu nennen, im Dialog zu treffen.

Besonders hat die Teilnehmer des Empfangs gefreut, dass der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg, Herr Heidemanns, sich spontan bereit erklärt hat, für den terminlich kurzfristig verhinderten Wirtschaftminister, zu den Anwesenden zu sprechen.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Geschäftsführer des Verbandes, Herrn Alisch, hieß die stellvertretende Dienststellenleiterin, Frau Krüger, die Gäste in der Vertretung des Landes Brandenburg herzlich willkommen und richtete die Grüße von Frau Staatssekretärin Fischer, Bevollmächtigte des Landes Brandenburg beim Bund, aus.
Herr Leupold, Vizepräsident des VBGU, hielt die Rede des Verbandes. Er ging darin kurz auf die zurückliegenden sowie aktuellen Ereignisse in der Wirtschaft und Politik ein. Es war ein erfolgreiches Jahr für die Mitgliedsunternehmen des VBGU.
Inhalt der Rede waren weiterhin die Themen Herstellung der geotechnischen Sicherheit bei der Sanierung der Braunkohlentagebaue und die Arbeit der Sachver-ständigen für Geotechnik im VBGU, die Arbeiten an der Ursachenerforschung des Böschungsabbruches von Nachterstedt, die „Kalihaldenrichtlinie“ und damit im Zusammenhang stehende rechtliche Sicherheit für die weiteren Arbeiten der Haldenbetreiber in Thüringen, die im vergangenen Jahr beschlossene engere Kooperation mit dem Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler und das Engagement der Mitgliedsunternehmen bei der Sicherung der Versorgung mit einheimischen mineralischen Rohstoffen. Er erwähnte in diesem Zusammenhang ein international stark beachtetes Projekt der bergbaulichen und infrastrukturellen Erschließung in der Provinz Quebec in Kanada, das auch Perspektiven für die Rohstoffsicherung in Deutschland bietet.

Am Schluss seiner Ausführungen dankte Herr Leupold den Unterstützern des Neujahrsempfanges, insbesondere der Vertretung des Landes Brandenburg beim Bund. Die Anwesenden erfuhren die nächsten Termine des VBGU, die mit der Fachexkursion am 1. und 2. Juni im Harz und mit der Jahresveranstaltung des VBGU am 21. und 22. September 2012 in Kassel gesetzt sind.
Herr Leupold übergab anschließend das Wort Herrn Staatssekretär Heidemanns, der in seiner Rede den Bogen von der Europapolitik zu aktuellen Fragen der Energiepolitik in Brandenburg spannte. In seinen Ausführungen stellte er die Herausforderungen, die im Jahr 2012 vor der Wirtschaft und Brandenburg stehen, eindrucksvoll dar. Gleichzeitig verwies er auch auf die darin liegenden Chancen, insbesondere für die Unternehmen. Er betonte weiterhin, dass sich der VBGU und seine Mitgliedsunternehmen aktiv in die aktuelle Diskussion des 2 Tage zuvor veröffentlichten Entwurfs des Strategiepapiers „Energiestrategie 2030“ des Landes Brandenburg einbringen können.
Der Geschäftsführer des VBGU dankte im Namen des Verbandes für die sehr interessanten Ausführungen des Staatssekretärs und unterbreitete der Landes-regierung das Angebot, die speziellen Leistungen der breit aufgestellten Unternehmen im Verband zu nutzen.

Im Anschluss fand ein get-together statt, das von den Teilnehmern zu einem regen Gedankenaustausch genutzt wurde.

Glück auf!

.
Jahrestagung unseres Verbandes im Deutschen Bergbau-Museum Bochum
Die Jahrestagung des Verbandes fand in diesem Jahr im Deutschen Bergbau-Museum in Bochum statt. Mit dieser Jahrestagung wurde erstmals seit der Gründung des Arbeitgeberverbandes eine Veranstaltung im Ruhrgebiet durchgeführt.
Zahlreiche Mitglieder traten diesmal den etwas weiteren Weg nach Bochum an, um an dieser Tagung und den Fachexkursionen teilzunehmen. In diesem Jahr konnten am Vortag des eigentlichen Beginns der Jahrestagung, bereits am 22. September, 12 Teilnehmer an einer Untertage-Befahrung der Steinkohle bei der RAG Aktiengesellschaft auf Prosper-Haniel V (Schacht 10) in Bottrop teilnehmen. Zuvor nutzten sie das Angebot, den Unternehmensstandort der Deilmann-Haniel Shaft Sinking GmbH in Dortmund-Kurl zu besichtigen. Beiden Unternehmen danken wir für diese Möglichkeit an dieser Stelle herzlich.

Am 23. September unterzeichnete der VBGU e.V. im Rahmen seiner Mitgliederversammlung, die im Sitzungssaal des Deutschen Bergbau-Museums Bochum tagte, eine Kooperationsvereinbarung mit dem Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler mit Sitz in Bonn.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung widmete sich das Kolloquium dem Thema „Beitrag des deutschen Bergbaus zur Rohstoffversorgung und Sicherung des Industriestandortes Deutschland“.
Damit positioniert sich der VBGU e.V. als Arbeitgeberverband für den Erhalt des Industriestandortes Deutschland in einem Europa, das derzeit durch die Talfahrten an den Börsen nicht nur eine Krise des Euro durchlebt, sondern auch unterschiedliche Auffassung zur Lösung und des Handelns offenbart. Auch die deutsche Wirtschaft wird durch diese Entwicklung und ein neues Energiekonzept in ihrer Konjunktur gebremst bzw. vor unerwartete Aufgaben gestellt. Deutsche Unternehmen leisten einen großen Beitrag, diese Währungskrise nicht auch zu einer Talfahrt ins Ungewisse für die deutsche Wirtschaft werden zu lassen.

Der Verband Bergbau, Geologie und Umwelt e.V. nutzte deshalb dieses Kolloquium, seinen Mitgliedern und Gästen mit aktuellen Vorträgen zum Bergbau und zur Energieversorgung sowie innovativen Technologien von Unternehmen des VBGU e.V., einen Überblick über den Beitrag des deutschen Bergbaus zur Sicherung der Rohstoffversorgung und des Industriestandortes Deutschland zu geben.

Der Vizepräsident des VBGU, Herr Dietmar Leupold, begrüßte zu Beginn des Kolloquiums die Anwesenden und hierbei ganz besonders die Bürgermeisterin der Stadt Bochum, Frau Erika Stahl. Die Bürgermeisterin hielt im Anschluss an die Eröffnungsrede von Herrn Leupold ein Grußwort. Danach begrüßte der „Hausherr“, der Direktor des Deutschen Bergbau-Museums Herr Prof. Rainer Slotta, die Gäste seines Hauses und stellte ihnen das Bergbau-Museum kurz vor.

Die (Fach-)Vortragenden repräsentierten mit Ihren Beiträgen die Bereiche Steinkohle (Herr Uwe Penth), Braunkohle (Herr Dr. Thorsten Diercks), Kali- und Salz (Herr Frank Hunstock), den Schachtbau (Herr Thomas Ahlbrecht) und die Thüringer Kali-Haldenbetreiber (Herr Jörg Stude). Das Sächsische Oberbergamt stellte in einem Beitrag, der durch den Oberberghauptmann Herrn Prof. Reinhard Schmidt gehalten wurde, die aktuellen Entwicklungen im Erz- und Spatbergbau in Deutschland dar. Die Geschäftsführer des BDG, Herr Dr. Hans-Jürgen Weyer und des VBGU, Herr Olaf Alisch, berichteten in einem kombinierten Vortrag über die Lobbyarbeit ihrer Verbände.

Bei einem Abendempfang, der in 60 m Höhe auf dem Förderturm des Bergbau-Museums mit einem Sektempfang begann, konnten die Teilnehmer einen prächtigen abendlichen Blick weit über die Stadt Bochum hinaus genießen. Herr Prof. Rainer Slotta gab dabei Einblicke über die Historie dieses Standortes und des Bergbau-Museums.
Am nächsten Tag standen die Besichtigung des Bergbau-Museums, seiner Sonderausstellung zum Thema „Schätze der Anden – Chiles Kupfer für die Welt“ sowie die Untertage-Befahrung der Anlagen des Bergbau-Museums auf dem Plan. Hier ließ es sich Prof. Slotta nicht nehmen, die Teilnehmer der Exkursion ebenfalls persönlich zu führen. Eine zweite Fachexkursion begab sich zur Halde Hoheward. Hier erläuterte fachkundig Herr Markus Roth von der RAG Aktiengesellschaft die durchgeführten Arbeiten zur Haldenrekultivierung, die teilweise noch andauern. Mit der Besichtigung des Horizontobservatoriums und einer Fahrt über das Gelände des ehemaligen Bergwerkes Ewald fand auch diese Exkursion ihren Abschluss.

Wir danken Allen, die an der Vorbereitung, Unterstützung und Durchführung dieser Jahrestagung beteiligt waren, insbesondere dem Deutschen Bergbau-Museum und dabei ganz besonders dem Direktor, Herrn Prof. Slotta, der RAG Aktiengesellschaft und ihren beteiligten Mitarbeitern für die Befahrung verschiedener Standorte Unter- und Obertage, dem Unternehmen Deilmann-Haniel für die Möglichkeit der Besichtigung ihres Unternehmensstandortes (insbesondere Herrn Ahlbrecht und Herrn Greinacher), der KSL – Kupferschiefer Lausitz GmbH sowie allen Vortragenden und auch im „Hintergrund“ tätigen Personen.

Impressionen von der VBGU JT 2011

Bilanz 2010: Wismut veröffentlicht Umweltbericht
Chemnitz. Auch im 20. Jahr der Wismut GmbH hat das Unternehmen einen Umweltbericht erarbeitet. Ab sofort können sich interessierte Bürger die Ergebnisse der Sanierung des Jahres 2010 von der Homepage des Unternehmens unter www.wismut.de herunterladen.

Mehr als sonst bietet das Dokument eine Bilanz seit Beginn der Sanierung vor allem im Hinblick auf relevante Umweltparameter. Die Messergebnisse zeigen, dass an allen Standorten abnehmende Freisetzungen radioaktiver und chemischer Schadstoffe genauso wie geringere Schadstoffkonzentrationen im Grund- und Oberflächenwasser sowie in der Luft erreicht wurden.
Trotzdem müssen noch zahlreiche Anstrengungen unternommen werden, um die geforderten Werte und Qualitäten an allen Standorten zu erreichen. Dazu gehört u. a. die Erweiterung der Wasserbehandlungsanlage in Ronneburg, das Auffahren des WISMUT-Stolln in Freital oder der Beginn der Auffahrung des Südumbruchs in Bad Schlema 2011. Die erforderlichen Mittel werden weiter vom Bund zur Verfügung gestellt. Bis Ende 2010 waren das insgesamt 5,39 Mrd. Euro. Davon wurden 2,53 Mrd. Euro in Sachsen und 2,86 Mrd. Euro in Thüringen eingesetzt. Für das Jahr 2010 standen 145 Mio. Euro Zuwendungen bereit.
Neben dem Rückblick der letzten 20 Jahre werden im aktuellen Umweltbericht die prägenden Ereignisse des vergangenen Jahres dargestellt. 2010 konzentrierte sich die Wismut vor allem auf die Flutung der Gruben. Am thüringischen Standort Ronneburg wurden die Verwahrung von Bohrlöchern sowie die Erweiterung des Wasserfassungssystems und der Wasserbehandlungsanlage fortgesetzt. Auch in Sachsen kamen die untertägigen Arbeiten gut voran. In Königstein konnte nach umfangreichen Vorarbeiten auf der 25-m-Sohle das Dammtor 1 geschlossen werden. Der WISMUT-Stolln in Freital konnte bis 1.600 m vorangetrieben werden. Konzentriert wurde an der Aufwältigung verbrochener Strecken in der Grube Schlema-Alberoda gearbeitet und alle Vorarbeiten zum endgültigen Verschließen des Schachtes 371 fortgeführt.
Über Tage lag der Schwerpunkt der Arbeiten auf der Konturierung und Endabdeckung der Industriellen Absetzanlagen, Halden und dem Tagebaugelände. Die Arbeiten an den Absetzanlagen liefen teilweise schneller als vorgesehen. Erhebliche Mengen an Niederschlag ließen jedoch den Wasserstand auf den Absetzanlagen Culmitzsch und Helmsdorf wieder steigen, so dass die geplante Zwischenabdeckung nur teilweise erfolgen konnte.
2010 war das Jahr mit der größten Menge an zu behandelndem Wasser seit Beginn der Sanierung. Rund 23 Mio. m³ Wasser aus Gruben, Industriellen Absetzanlagen, Halden und dem Tagebau wurden behandelt und schließlich in die Flüsse und Bäche abgegeben. Die Behandlung der Flutungs- und Sickerwässer wird eine der größten Herausforderungen bleiben. Als Grundlage der künftigen Aufgaben wurde 2010 das Sanierungsprogramm mit einem Betrachtungszeitraum bis 2040 überarbeitet.

Neben der digitalen Version auf der Wismut-Internetseite ist der Umweltbericht auch weiterhin in gedruckter Form gegen eine Gebühr von je 5,00 Euro (einschl. 7 % MWSt.) zuzüglich 2,50 Euro Versandkosten erhältlich. Interessenten können den Betrag von 7,50 Euro an die Deutsche Bank AG Chemnitz; Konto-Nr.: 1 281 740; BLZ: 870 700 00 überweisen. Als „Verwendungszweck“ muss: ‚UWB10’ sowie Anzahl und die vollständige Lieferadresse angegeben werden. (Beispiel: UWB10-1, Hans Beispiel, Musterstr. 11, 01000 Dresden).

Wismut veranstaltet Internationales Bergbausymposium in Ronneburg
Ronneburg. Im Rahmen des 20-jährigen Firmenjubiläums veranstaltet die Wismut GmbH ein internationales Fachsymposium. Vom 25. bis 27. Mai 2011 werden sich über 200 angemeldete Teilnehmer aus 10 Nationen in der Bogenbinderhalle in Ronneburg zum Thema: „Nachhaltigkeit und Langzeitaspekte bei der Sanierung von Uranbergbau- und Aufbereitungsstandorten“ austauschen.

In 28 Vorträgen werden am Mittwoch und Donnerstag Experten über Erfahrungen und Technologien bei der Sanierung von Bergbaustandorten referieren. Neben dem Ex-Bundesumweltminister Klaus Töpfer, der den ersten Vortrag der Tagung zum Thema: „Altlastensanierung des Bergbaus – eine weltweite Herausforderung“ halten wird, konnte die Wismut zahlreiche renommierte Experten für die Veranstaltung gewinnen.

Das Bergbausymposium „WISSYM 2011“ soll die beim Wismutprojekt angewandten innovativen Sanierungstechnologien und dessen wirtschafts- und regionalpolitische Bedeutung zur Diskussion stellen und den Erfahrungsaustausch mit nationalen und internationalen Fachexperten fortführen. Der Wissensaustausch über Aspekte der Nachhaltigkeit und der Langzeitaufgaben ist ein weiterer Schwerpunkt des Fachsymposiums. Alle Fachbeiträge sind im gleichnamigen Tagungsband erschienen und unter der ISBN Nr: 978-3-00-034226-4 auch im Buchhandel erhältlich.
Der Tagungsort Ronneburg bietet die Möglichkeit, die erzielten Ergebnisse aus 20 Jahren Sanierung und die hiervon ausgehenden Impulse für die Regionalentwicklung hautnah zu erleben. Am letzten Tag des Fachsymposiums erhalten die Teilnehmer die Möglichkeit, am Ort des Geschehens im Rahmen von geführten Exkursionen durch die „Neue Landschaft Ronneburg“, auf den Absetzanlagen oder der Haldenlandschaft Bad Schlema die Realität zu erleben.
Das Bergbausymposium ist seit 1992 die 16. Fachveranstaltung dieser Art, die die Wismut veranstaltet, um den Erfahrungsaustausch auf dem Gebiet der Bergbausanierung zu fördern.

Weitere Informationen zum WISSYM2011 finden Sie unter wismut.de