VBGU: Naturinfrastrukturgesetz muss Rohstoffversorgung sichern

Berlin, 19.08.2026 – Der VBGU fordert deutliche Nachbesserungen am Entwurf des Naturinfrastrukturgesetzes (NatInfG). Der Schutz von Natur und Biodiversität ist wichtig – darf aber nicht zulasten der heimischen Rohstoffversorgung und des dringend notwendigen Infrastruktur- und Transformationsausbaus gehen.

Die geplante neue Flächenkulisse und pauschale Vorrangregelungen können für standort- und lagerstättenabhängige Vorhaben erhebliche Einschränkungen bis hin zu faktischen Nutzungsausschlüssen bedeuten. Das betrifft insbesondere die Gewinnung heimischer Rohstoffe.

Die derzeit diskutierte Ausnahme für kritische und strategische Rohstoffe muss auch auf weitere standortgebundene Rohstoffe wie beispielsweise Sand, Kies, Zinn oder Kali ausgeweitet werden. Denn auch diese Bodenschätze können nicht beliebig an anderen Standorten gewonnen werden.

Die Rohstoffversorgung ist eine zentrale Voraussetzung für die Energie- und Industrietransformation. Das NatInfG darf deshalb keine neuen rechtlichen Hürden für die heimische Rohstoffgewinnung schaffen“, betont Ivonne Arenz, Geschäftsführerin des Verbandes Bergbau, Geologie und Umwelt e.V. (VBGU).

VBGU fordert Kurskorrektur

Der Verband fordert daher eine grundlegende Überarbeitung des Gesetzentwurfs, die Natur- und Biodiversitätsschutz, Rohstoffsicherheit und industrielle Wertschöpfung gleichermaßen berücksichtigt, wie auch Investitionssicherheit für die heimische Rohstoffgewinnung gewährleistet.

 

 

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Über den VBGU

Der Verband Bergbau, Geologie und Umwelt e.V. -VBGU- vertritt die wirtschafts- und sozialpolitischen Interessen der Rohstoffindustrie und des Nachbergbaus. Die Mitglieder repräsentieren einen breiten Querschnitt: von der Aufsuchung der Rohstoffe und deren Bewertung, von der Gewinnung über die Aufbereitung bis hin zur Rückgabe der beanspruchten Areale an die Gesellschaft. Darunter fällt die nationale und internationale Bergbau- und Rohstoffbranche, welche beispielsweise in den Bereichen der rohstoffgebundenen Industrie, des Bergbaus, der Bergbauverwahrung, der Geotechnik, der Kreislauf-, Wasserwirtschaft, der Umwelttechnik/-technologie, der Geothermie, der Sanierung von bergbaulichen und industriellen Standorten operiert. Unsere Mitglieder leisten mit ihrer vielseitigen Expertise einen wichtigen Beitrag dafür, dass eine unabhängige, verlässliche und nachhaltige Rohstoffversorgung in Deutschland möglich sein kann.